Grundlagen des modernen Strafrechts

Mit einer Gruppe von Strafrechtswissenschaftlern und Rechtsphilosophen hat Professor Kubiciel im Jahr 2012 eine Serie von Tagungen und Ringvorlesungen ins Leben gerufen, die einem der ehrwürdigsten Traditionsstränge der deutschen und europäischen Strafrechtswissenschaft nachspürt: ihrer Beziehung zur Philosophie. Zeitlich erstreckt sich das Untersuchungsfeld von der Gründungsphase der modernen Strafrechtswissenschaft um 1800 bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. In räumlicher Hinsicht ist das Untersuchungsfeld nicht auf den Geltungsbereich des deutschen Strafrechts beschränkt, sondern bezieht jene Rechtsordnungen Europas, Lateinamerikas und Asiens ein, welche die deutsche Strafrechtstheorie und -dogmatik rezipiert haben und weiterhin rezipieren. Neben deutschen und ausländischen Rechtswissenschaftlern und Rechtsphilosophen nehmen regelmäßig deutsche und ausländische Historiker und Philosophen an den Tagungen teil.

Folgende Veranstaltungen haben bislang stattgefunden bzw. werden in Kürze stattfinden:

1. Feuerbachs bayerisches Strafgesetzbuch: Tagung und Ringvorlesung im WS 2012/2013 an der Universität Regensburg und Augsburg, gemeinsam veranstaltet mit Martin Löhnig/Arnd Koch/Michael Pawlik, gefördert u.a. von der Bayrischen Volksstiftung, Tagungsband 2014 erschienen bei Mohr Siebeck. Nähere Informationen hier.

2. Lebendiges und Totes in der Verbrechenslehre Hans Welzels, Philosophische Grundlagen, dogmatische Durchführung und Wirkungsgeschichte des strafrechtlichen Finalismus: Tagung im April 2014 an der Universität Freiburg i. Br., gemeinsam veranstaltet mit Michael Pawlik/Carl-Friedrich Stuckenberg, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Tagungsband bei Mohr Siebeck in Vorbereitung für 2015 (ebenso eine spanische und italienische Komplett- sowie eine chinesische Teilübersetzung). Nähere Informationen hier.

3. Hegels Erben? Strafrechtliche Hegelianer vom 19. bis zum 20. Jahrhundert, Tagung vom 25. bis zum 28. März 2015 an der Universität zu Köln, gemeinsam veranstaltet mit Michael Pawlik und Kurt Seelmann, gefördert von der Fritz-Thyssen Stiftung. Nähere Informationen finden Sie hier.

Für das Jahr 2016 geplant ist eine Veranstaltung zur Rechtstheorie und Strafrechtsdogmatik Karl Bindings, für das Jahr 2017 eine Veranstaltung zum sog. strafrechtlichen Funktionalismus.